Mein Dampfmodellhobby
Lokomotiven, Dampfmaschinen und andere Modelle

Puffing Billy ( Lok,Tender + Lore)

Ich habe mit dem Bau der Buffing Billy aus dem Jahr 1813 begonnen.


Die Puffing Billy, Wylam Dilly und Lady Mary waren in der Bauweise sehr ähnlich.
Gebaut wurde ist diese Lokomotive von William Hedley und gilt als die älteste erhaltene Dampflok der Welt.
Das Original steht im South Kensington Museum in London.
Die Zylinder stehen in Röhren, welche mit dem Kessel verbunden sind.
Der Kessel war aus Einzelplatten zusammengenietet, der später offendsichtlich mit Holz verkleidet wurde.
Der Antrieb erfolgt über die Zahnräder unter dem Kessel.


Ein Nachbau steht im Deutschen Museum im München.                                         Von dort habe ich auch verschiedene Zeichnungen bekommen.
Das hat mir das Nachkonstruieren im Maßstab 1:11, für 5" Gleise sehr erleichtert.



Bei diesem Project habe ich das erste mal die Lok und den Tender zusammen angefangen zu bauen.
Die Rahmen waren im Original aus Holz und ich habe sie aus Eichenholz gebaut.




Alles ist mit M2,5 Stangen verschraubt, zusätzlich die Ecken mit Verstärkungswinkeln.
Die Achsen sind in Kunstofflagern gelagert.
Die Zahnräder für den Antrieb sind wieder aus Handelsware entstanden.
Das Zahnrad durchgesägt, auf 6mm Stärke gedreht und dann die Ausnehmungen gefräst.


Die Räder der Lok waren sehr aufwändig.
Zuerst 32 Nieren aus 10x1,5mm Stahl gebogen.


In die Naben Nuten 2mm breit eingefräst und alles zum Löten zusammengesteckt und hart gelötet.


Die Achsen mit Zahnräder und Laufrädern sind montiert.



Nun geht es mit dem Kessel weiter.


Das fertig gebohrte Kesselrohr mit D 120mm , 210mm lang. Das Rohr habe ich Rollen lassen und unten zusammengelötet.


Hier die ganzen Einlötteile. Alle Gewindebutzen habe ich mit Gewinde 6x0,75 versehen und in die Kesselwand eingeschraubt.
Damit konnte ich den genauen Sitz der Teile bestimmen.



Die Wassermäntel für die Zylinder werden eingefräst.

Wie auf dem Bild der Einzelteile zu sehen ist, habe ich diese beiden Mäntel auf einer Hilfsbrücke zur Maßsicherung verschraubt.
Nun war der Kessel fertig zum Löten.
Insgesamt habe ich 7 Durchgänge und 11 Stangen 2mm Silberdraht gebraucht.
Den Tipp mit 2mm Silberdraht zum Kessellöten gab mir Dietrich Schacht in Berlin.
Ich habe bisher mit 1,5mm Draht gelötet und es ging mit 2mm absolut besser, auch wenn der Spalt mal nicht 0,1-0,2mm war.
Der Draht füllt einfach besser.

1. Durchgang: die Unterseite des Kessels mit einer Verstärkung der Kesselrohrnaht.


2. Durchgang: alle Einlötteile auf der Oberseite. Da beide Seiten noch offen waren, konnte ich das Lot auf der Innenseite angeben.
danach den Brenner auf die Außenseite, bis das Lot durchgezogen war.
3. Durchgang:Deckel hinten einlöten.
4. Durchgang: Durchgang: Brennraum mit 19 Siederohren und vorderer Kesseldeckel


5. Zylinder-Wassermäntel , Siederohre und Dampfrohre anlöten

Die Mäntel stehen wirklich senkrecht, das Bild verzerrt sehr stark.
6. Lötdurchgang: Vorderen Deckel mit den Anschlüssen für den Wasserstand einlöten


7. Durchgang: den Durchgang für das Brennermischrohr einfräsen und löten


Der Kessel ist fertig gelötet und wird jetzt für die Dichtheits- und Druckprobe vorbereitet.
Der Kessel ist nach zweimaligem Nachlöten dicht. Er hat 112mm Außendurchmesser.


Die Rauchkammer ist fertig.
Hinten kann man erkennen, dass die Kesselstützen seitliche Rippen haben.
An der Rauchkammer aber nicht. So ist es im Original auch.
Nun kommt der Kesselflansch mit Schornstein und der Brenner an die Reihe.

In der Zwischenzeit habe ich wieder etwas weitergebaut.
Teilweise war es ja schon bei der Modellausstellung auf dem Dampfer Dresden zu sehen.
Der Kessel hat einen Wasserstand bekommen und auch der Schornstein ist fertig.





Da der Brenner komplett im Kessel steckt, habe ich mir für das Anzünden etwas neues ausgedacht.


Hinter der Feuertür ist ein Rohr, welches durch die Mischkammer geht.


So kann ich mit dem Stabfeuerzeug von außen anzünden.

Die Zylinder haben ihre Deckel bekommen und das Schiebergehäuse ist fertig.


Der Bau der Gestänge war doch ein ganz schönes Gefummele und das ausmessen nicht ganz so einfach.
Insgesamt sind 8 große und 12 kleine Gabelköpfe verbaut worden.




Teilweise habe ich die Gestänge auf dem Kessel verlötet.

Als letztes bekam die Treibwelle ihre Kurbeln.


Um den Kolbenhub und die Länge der Treibstange ausmessen zu können,
hatte ich mir erstmal Hilfskurbeln aus Messing gebaut.
Trotz der genauen Zeichnungen. ergab sich doch ein anderes Maß in der Kurbel, als in der Zeichnung.
Irgendwo muss ich also die Zeichnungsmaße nicht eingehalten haben

Der Bau des Modelles ist inzwischen abgeschlossen.


In der Draufsicht ist auch das Abdampfsystem mit dem Schalldämpfer in der Mitte zu sehen.
Auf dem Kessel stehen von links nach rechts:
1. Der Dampfregler, welcher mit einem Servo betätigt wird.
2. Die Dampfpfeife.
3. Der Messingdom ist der Dampfentnahmedom mit einem federbelastetem Dampfventil.
4. Unter dem Kupferdom sitz ein zweites Überdruckventil.
5. Der Schalldämpfer

Auf den Zylinder ist di Dampfumsteurung zu sehen. Die Hebel werden über die seitlichen Gestänge mit Anschlagklötzen umgeschaltet. Das System ist wirklich simpel, funktioniert aber einwandfrei.

Für dan Dampfbetrieb habe ich natürlich einen Wasserstand angebaut. Das Orginal hatte seitliche Prüfhähne,
welche am Modell zwar vorhanden sind, aber keine Funtion haben.

Die Speisepumpe ist schon ein sehr schwieriges Bauteil gewesen.
Zur Funktion des Teiles: von unten links, der Wasserzulauf vom Tender.
Hinter dem querliegendem Flansch, das Saugventil.
Von dort in das Saugrohr und dann über das Pumpen-Rückschlagventiel zum Kessel.
Auf halber Höhe geht die Bypassleitung zum Bypassventil mit dem Handrad ab.
Darunter sitz das Kesselrückschlagventil.
Das weiße Teil ist ein augeschraubter Pneumatikanschluss für Luftbetrieb.
Bei Dampfbetrieb wird dieser Anschluß verschlossen.

Der Tender hat einen weichgelöteteten Tank aus Kupferblech.

Nun ist der Bau dieses Modelles nach knapp 2 Jahren abgeschlossen.

Dazu werde ich später noch diese Lore bauen.